Emotionales Essen
Gesunde Ernährung
Food
1 minute
reading time

Elena, Redakteurin
4 weeks ago
Emotional Eating: Wenn nicht der Magen Hunger hat, sondern die Seele
Titelbild von Tamas Pap auf Unsplash
Du kennst das sicher: Der Tag war anstrengend, der Chef war mühsam oder die Kinder haben dir den letzten Nerv geraubt.
Plötzlich stehst du in der Küche und suchst nach etwas Süßem oder Salzigem, obwohl das Abendessen erst zwei Stunden her ist.
Es ist dieser Moment, in dem die Schokolade nicht nach Süßigkeit schmeckt, sondern nach purer Erleichterung.
Wir nennen das Emotional Eating, und fast jede Frau kennt dieses Phänomen in irgendeiner Form.
Dabei geht es eigentlich nie um den Hunger im Magen, sondern um ein Gefühl, das wir gerade nicht spüren wollen.
Wir essen, um uns zu belohnen, um uns zu trösten oder um eine innere Leere für einen Moment zu füllen.
Das Problem ist nicht das Essen an sich, sondern die Tatsache, dass wir uns danach oft noch schlechter fühlen.
Es folgt das schlechte Gewissen, und die Spirale aus Selbstvorwürfen beginnt von vorn.
Aber was wäre, wenn wir aufhören würden, uns dafür zu verurteilen, und stattdessen verstehen, was unser Körper uns sagen will?
Emotionales Essen ist kein Zeichen von Willensschwäche, sondern ein Bewältigungsmechanismus, den wir uns über Jahre angeeignet haben.

Info: Dieses Bild haben wir mit KI kreiert. Das schont die Ressourcen des Magazins und lässt uns noch mehr tolle Beiträge für euch zaubern. ✨
Der Unterschied zwischen körperlichem Hunger und Herzenshunger
Um aus diesem Kreislauf auszusteigen, müssen wir erst einmal lernen, die Signale zu deuten.
Körperlicher Hunger kommt langsam und schrittweise; er ist geduldig und lässt sich mit fast allem stillen, was nahrhaft ist.
Emotionaler Hunger hingegen überfällt dich wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
Er verlangt meistens nach ganz spezifischen Dingen – oft sind es genau die Sachen, die wir uns eigentlich „verbieten“ wollen.
Außerdem fühlt sich dieser emotionale Hunger nicht im Bauch an, sondern eher als ein Drang im Kopf oder ein flaues Gefühl in der Brust.
Wenn du das nächste Mal diesen Impuls spürst, halte für genau 30 Sekunden inne.
Frag dich ganz ehrlich: „Habe ich gerade Hunger oder brauche ich eigentlich gerade eine Pause, eine Umarmung oder einfach nur Ruhe?“
Allein diese kurze Unterbrechung der Automatik kann schon ausreichen, um das Muster zu durchbrechen.
Es geht darum, die Lücke zwischen dem Reiz und der Reaktion ein kleines Stückchen größer zu machen.
Oft hilft es auch, ein Glas Wasser zu trinken oder einmal tief in den Bauch zu atmen, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen.
Wir müssen verstehen, dass Essen ein wunderbares Mittel ist, um Gefühle kurzfristig zu betäuben, aber es löst niemals das zugrundeliegende Problem.
Stress, Einsamkeit oder Langeweile verschwinden nicht durch eine Tüte Chips, sie werden nur kurz „übertüncht“.

Foto von Mustafa Bashari auf Unsplash
Neue Wege finden: Wie du deine Bedürfnisse stillst, ohne zu essen
Wenn wir erkannt haben, welches Gefühl hinter dem Essdrang steckt, können wir nach echten Alternativen suchen.
Wenn du gestresst bist, braucht dein Nervensystem keine Kalorien, sondern Entspannung.
Vielleicht ist es ein heißes Bad, fünf Minuten laute Musik oder ein kurzer Spaziergang um den Block.
Wenn du dich einsam fühlst, hilft es oft mehr, eine Freundin anzurufen, als die Kekspackung zu öffnen.
Es klingt simpel, aber es erfordert Übung, diese neuen Wege im Gehirn zu bahnen.
Wir haben jahrelang gelernt, dass Essen sofort hilft – und das tut es ja auch, weil es kurzzeitig Dopamin ausschüttet.
Deshalb sei geduldig mit dir selbst, wenn es nicht sofort jedes Mal klappt.
Jeder Moment, in dem du dich bewusst für etwas anderes entscheidest, ist ein riesiger Erfolg für deine mentale Freiheit.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Thema „Verzicht“.
Je mehr wir uns bestimmte Lebensmittel strikt verbieten, desto attraktiver werden sie für unser Belohnungszentrum.
Erlaube dir, alles zu essen, aber lerne, es achtsam und mit Genuss zu tun, statt nebenbei vor dem Fernseher.
Wenn du dir die Erlaubnis gibst, verliert das „verbotene“ Lebensmittel oft seinen magischen Sog.
Wahre Freiheit bedeutet, dass du die Schokolade essen kannst, wenn du sie wirklich genießen willst, aber sie nicht mehr „brauchst“, um den Tag zu überstehen.
Am Ende des Tages geht es darum, eine liebevolle Beziehung zu dir selbst aufzubauen.
Du bist kein Projekt, das optimiert werden muss, sondern ein Mensch mit Bedürfnissen, die gehört werden wollen.
Wenn du lernst, dir selbst die Fürsorge zu geben, die du sonst im Essen suchst, verändert sich deine ganze Ausstrahlung.
Salbe jetzt selbst testen
